Erfurt - Stadt der hellen Köpfe

 

Hohe Standards in Bildung und Wissenschaft sind heute Grundpfeiler für das wirtschaftliche Wohlergehen einer ganzen Region. Wir wollen daher gut ausgestattete Bildungseinrichtungen, in denen unsere Kinder, Auszubildenden und Studenten optimal auf das Leben und den Beruf vorbereitet werden.

Dafür müssen wir viele Missstände beseitigen, für die die Altparteien verantwortlich sind. So ist bereits der Sanierungsstau an Erfurter Schulen und Turnhallen gigantisch; bereits der aktuelle Sanierungsbedarf beträgt über 450 Millionen Euro. Hinzukommt der dringende Bedarf zur Erweiterung der Plätze an Erfurter Schulen – und das bei einem zu erwartenden Schülerzuwachs von 20 Prozent in den nächsten Jahren!

Angesichts dieser gravierenden Probleme stellt die Sanierung von Schulen und Turnhallen sowie die Erweiterung der Schulkapazität für uns die erste Priorität im Bildungsbereich dar. Soweit die hierfür aufgewendeten finanziellen Mittel bei Sanierung und beim Neubau fehlen, lehnen wir die Umwandlung von Schulen in Gemeinschaftsschulen, die Errichtung von Fotovoltaikanlagen auf Schuldächern oder die Ausstattung von Schulen mit elektronischen Tafeln bereits vor diesem Hintergrund strikt ab.

Für die AfD ist es zudem nicht akzeptabel, dass trotz der beschriebenen Ausgangssituation und der zusätzlichen Belastung der Erfurter Schulen mit der Integration von ausländischen Kindern und Jugendlichen als drittes Großprojekt die so genannte Inklusion behinderter Kinder zeitgleich umgesetzt werden soll. Es gibt keinen Grund, große Mengen an Steuergeld dafür auszugeben, dass unser weltweit einzigartiges Förderschulsystem geschliffen und die Schüler mit oder ohne Behinderung, die Lehrer und die Eltern mit diesem Projekt zu überfordern. Die AfD wird daher für den Erhalt der Erfurter Förderschulen streiten.

Um die Belastung an Erfurter Schulen durch unlösbare Integrationsaufgaben abzubauen, machen wir uns zudem für eine Höchstquote von Schülern stark, die Deutsch als Fremdsprache sprechen und nicht über ein hierfür ausreichendes Sprachniveau verfügen. Zudem kann eine Integration solcher Schüler in normale Schulklassen nur dann erfolgen, wenn die Bereitstellung eines Integrationshelfers sichergestellt ist. Die nicht im normalen Schulbetrieb beschulbaren Kinder sollen in besonderen Auffangklassen in gesonderten Schuleinrichtungen unterrichtet werden.

Einen hohen Stellenwert hat für uns die naturwissenschaftlich-technische Wissensvermittlung, welche wir auch durch entsprechende Freizeit-Arbeitsgemeinschaften verbessern wollen. Möglichst früh wollen wir so das Interesse an Zukunftsthemen wie ‚Robotik‘ und ‚Programmierung‘ wecken, entsprechendes Wissen vermitteln und den Wettbewerbsgeist unserer Kinder wecken.

Wir werden uns zudem für echte politische Neutralität und vollständige Ideologiefreiheit an den Erfurter Schulen einsetzen.

Projekten, die eine politisch tendenziöse Beeinflussung von Schülern und Jugendlichen fördern, werden wir unseren Widerstand entgegensetzen. Im Gegenzug ist es uns ein Anliegen, Erfurter Schülern eine gesunde, regionale und damit kostengünstige Versorgung mit Speisen und Getränken zu ermöglichen. Zudem möchten wir uns dafür einsetzen, dass die Schulzeiten besser an den Lebensrhythmus unserer Kinder angepasst werden und so eine höhere Aufmerksamkeit im Unterricht gewährleistet wird.

Bereits frühzeitig wollen wir die Erfurter Unternehmen und Handwerksbetriebe in die schulische Berufsvorbereitung mit einbinden, um unsere Schüler auf die Praxis in Ausbildung und Beruf optimal vorzubereiten. Wir werden auch dafür sorgen, dass das Angebot zur berufliche Aus-und Weiterbildung in Erfurt weiter ausgebaut wird.

Der Wert der Erfurter Hochschulen für unsere Stadt ist uns bewusst. Wir werden daher die Steigerung der Attraktivität des Hochschulstandortes Erfurt nach Kräften unterstützen.