Durch die exzellente verkehrstechnische Anbindung Erfurts besteht viel Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt, die aber durch Fehlleistungen der bisherigen politischen Verantwortlichen ausgebremst wird.

Im Güterverkehrszentrum (GVZ) wird es langsam eng. Insgesamt ergibt sich bereits jetzt ein planbarer Gewerbeflächen-Mehrbedarf, der mit den vorhandenen Flächen der Stadt nicht zu decken ist. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn die Diskussion über neue Kulturquartiere oder die ‚Befreiung‘ der Innenstadt von Verkehr und Parkplätzen weiter den Vorrang erhält.

Als Wirtschaftsförderung sieht es die AfD daher an, sich um eine zügige Ausweisung von Flächen für Gewerbeentwicklung zu kümmern und dabei insbesondere den Planungszeitraum zu verringern. Durch die Bereitstellung von nutzbaren Großflächen für die Gewerbeentwicklung, die mit einer entsprechenden Standortvermarktung gekoppelt sind, werden wir die aktuell zu verzeichnenden Verluste unserer Stadt beim verarbeitenden Gewerbe durch Neuansiedlungen ausgleichen. Hierzu wollen wir auch einen Plan zur Sanierung und Vermarktung der brachliegenden Altstandorte in Erfurt Nord entwickeln und umsetzen.

Am Herzen liegt uns auch die Entwicklung der ICE-City West/Ost. Dieses bietet aufgrund der guten Verkehrsanbindung unserer Stadt viel Entwicklungspotenzial. In diesem Zusammenhang sind wir auch bereit eine Weiterentwicklung des ‚Thüringen Park‘ zu unterstützen.

Eine besondere Bedeutung für unsere Stadt hat der weitere Ausbau als attraktiver Messestandort. Da die rot-rot-grüne Rathauskoalition im Zusammenhang mit dem Bau der Multifunktionsarena die Stadt in ein sehr hohes finanzielles Risiko hineinmanövriert hat, sind wir Erfurter insofern nun zum Erfolg verdammt. Die AfD wird deshalb trotzt erheblicher Zweifel an diesem Projekt alles daransetzen, dass die Multifunktionsarena von einer massiven Belastung zu einem wirtschaftlichen Erfolg für Erfurt wird.

Bei aller berechtigten Kritik an den derzeitigen Einsätzen der Bundeswehr im Ausland werden wir es auch nicht dulden, dass in Teilen der aktuellen Rathauskoalition Stimmung gegen die Truppe gemacht wird. Wir wollen alles notwendige unternehmen, um die Bundeswehr als Arbeit- und Auftraggeber für Erfurt zu erhalten und ihr die dafür erforderlichen Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Mit der AfD wird es bei der weiteren Entwicklung der Erfurter Wirtschaft auch keine sonstigen ideologischen Vorgaben oder Präferenzen geben. Das Scheitern solcher meist ideologisch motivierten Vorgaben lässt sich am Zusammenbruch der Solarbranche in Mittelthüringen ablesen, der nur wenige reich gemacht hat, aber dem ganzen Land unsozial hohe Strompreise bescherte.

Die Förderung erneuerbarer Energien z. B. zulasten der Endverbraucher lehnen wir entschieden ab. Die AfD wird Großerzeuger erneuerbarer Energien angemessen dazu heranziehen, einen maßgeblichen finanziellen Beitrag zur Entlastung von einkommensschwachen Erfurtern, Alleinerziehenden und Familien zu leisten. Wir werden uns in diesem Zusammenhang bei den Stadtwerken für einen Sozialtarif stark machen.

Es versteht sich zudem von selbst, dass wir als Lokalpatrioten niemals den Fehler gemacht hätten, den eigenen Stadtwerken bei der Versorgung der städtischen Abnahmestellen mit Strom einen Korb zu geben und stattdessen einem bereits unseriös aufgefallenen Geschäftspartner – der nun Insolvenz anmelden musste – den Vorzug zu gewähren. Wir werden uns in diesem Zusammenhang für eine gründliche Untersuchung dieses Skandals stark machen, der unsere Stadt finanziell geschädigt hat. Neben der Klärung der persönlichen Verantwortung werden wir auch die Vergabepraxis grundsätzlich überprüfen und erforderliche Änderungen durchsetzen.

 

Wirtschaft und Energie